SCP muss beim 2:3 gegen SV Bühlertal seine dritte Heimniederlage quittieren

SC Pfullendorf muss beim 2:3 gegen SV Bühlertal seine dritte Heimniederlage quittieren

Linzgauer lassen gute Tormöglichkeiten nach ihrer 1:0-Führung aus und geraten gegen laufstarke Mittelbadener böse ins Hintertreffen, ihre Aufholjagd misslingt.

Fußball, Verbandsliga: SC Pfullendorf – SV Bühlertal 2:3 (1.0). – Dass die Linzgauer, bei denen Abwehrmann Eric Erdmann sein Debüt gab, am Ende ihre dritte Heimpleite quittieren mussten, fand Pfullendorfs Coach Alexander Eberhart „ärgerlich und total unnötig“. Dabei bezog er sich auf das klare Chancenplus im ersten Durchgang. Ein von David Fritz mit viel Schnitt getretener Eckball brachte die 1:0-Führung nach 20 Minuten ein, dessen Vorlage flog Marco Straub über den Scheitel und von dort ins Netz. Weitere Torraumszenen, die sich Straub und Leandro Stehle boten, wurden zur Beute des aufmerksamen Bühlertaler Schlussmanns Niklas Cholewa. Seine Vorderleute klärten einen Kopfball von Jan Konrad auf der Torlinie nach abermaliger Ecke von Fritz. Dieses verschluderte Chancenkapital sollte sich für den SCP bitter rächen.

Bühlertal gleicht nach dem Seitenwechsel zum 1:1 aus

Die bis dahin in Ansätzen überschaubar gefährlichen Bühlertaler machten kurz vor der Halbzeit durch Joel Schnurr richtig Alarm, den Ball wehrte Jakob Ernst im SCP-Tor zur Ecke ab. Nach dem Seitentausch waren die Mittelbadener läuferisch überlegen und handlungsschneller, ihr erster Vorstoß führte sogleich zum 1:1-Ausgleich, von Gino Peugler per Flachschuss ins kurze Eck erledigt. Die nächste Quittung folgte zehn Minuten später. Wieder war Peugler da, von Schnurr mustergültig bedient, brachte er die Partie vollends zum Kippen – das 1:2. Und dann unterlief dem jungen SCP-Schlussmann ein unglaubliches Missgeschick: Wie paralysiert ließ er ein Kullerbällchen von David Götz aus der Drehung zum 1:3 passieren.

Trainer Eberhart bringt frische Offensivkräfte, aber mehr als das 2:3 gelingt nicht

Eberhart warf frische Offensivkräfte hinein, der SCP bäumte sich nochmals auf. Doch erst in der 83. Minute konnte Kapitän Heiko Behr nach Zuspiel von Keita Cheick Oumar auf 2:3 verkürzen. Den Pfullendorfern wurden in der nervenaufreibenden Schlussphase eine ganze Serie von Eckbällen zugesprochen, die allesamt scharf hereinkamen, aber von einer vielköpfigen Bühlertaler Deckung und ihrem Torsteher bereinigt wurden. Ihr Schlussmann parierte auch Doli Dialundamas Einschussmöglichkeit.

Und während der Pfullendorfer Trainer damit haderte, die Partie nicht zur Halbzeit für sich entschieden zu haben, ballte die Bühlertaler Trainerin Svenja Bross ihre Fäuste und freute sich über den fünften Sieg in Serie: „Ich fand, dass wir schon in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft waren, uns einfach nicht belohnt haben. Pfullendorf war nur bei Standards gefährlich. Mit unserem Spielplan waren wir besser drin in der Partie, es ist ein sehr verdienter Sieg!“

SC Pfullendorf: Ernst – Seminara, Konrad, Erdmann – Stehle, Fritz, Klein (52. Schlegel), Imani (75. Cheick Oumar) – Stehle (75. Bühler), Zimmerer (57. Dialundama) – Straub. – Tore: 1:0 (20.) Straub, 1:1 (46.) Peugler, 1:2 (56.) Peugler, 1:3 (78.) Götz, 2:3 (82.) Behr.– SR: Wiederrecht (Erbstetten). – Z: 160.

Jürgen Witt, Südkurier