SCP gelingt beim Sommerkick gegen FC Wolfenweiler-Schallstadt nur ein Teilerfolg

SC Pfullendorf gelingt beim Sommerkick gegen FC Wolfenweiler-Schallstadt nur ein Teilerfolg

Linzgauern fehlt auf präpariertem Stadionrasen die letzte Konsequenz im Abschluss, den Breisgauern glückt ein Traumtor aus 30 Metern zum 1:1.

SC Pfullendorf – FC Wolfenweiler-Schallstadt 1:1 (1:0). – Pfullendorfs Coach Miro Topalusic mochte seine Enttäuschung über das Heimremis kaum verbergen: „Torchancen gab es genug für einen Sieg. Doch uns fehlt ein bisschen was – die Cleverness!“ Seine Elf besaß bei diesem zeitweilig zähflüssigen Sommerkick die größeren Spielanteile. Auf dem nach einem Football-Event in aller Eile präparierten Stadionrasen bot sich Alessio Seminara die erste gute Torchance. Von David Schlegel nach schönem Spielzug bedient, vereitelte Gästekeeper Marcel Neumann das 1:0, indem er den Schusswinkel verkürzte. Das fiel jedoch, als Jan Babic sich im Kopfballduell mit Gegenspieler Luis Weber behauptete, überlegt setzte er das Leder ins lange Eck – sein 19. Saisontreffer. Das SCP verlagerte sich danach auf eine laxere Gangart, die den Gegner wieder ins Spiel brachte, der aber in Strafraumnähe ziemlich harmlos wirkte.

SC Pfullendorf setzt zunächst offensiv die stärkeren Akzente

Auch zur zweiten Halbzeit setzte der SCP zunächst offensiv stärkere Akzente, zweimal Seminara und der das Außennetz treffende Raphael Siegel ließen aber die letzte Konsequenz vermissen. Daraus schöpften die Breisgauer ihren Mut, setzten mehr Gegengewichte. Erst zischte ein Schuss von Jonas Späth haarscharf am rechten Pfosten vorbei. Dann aber traf Jannis Gehring über halblinks zum Ausgleich aus mehr als 30 Metern – ein „Traumtor“, wie Gästecoach Daniel Sanso hinterher schwärmte, sein Gegenpart Topalusic ärgerte sich über diesen „Sonntagsschuss“. In jedem Fall war die Partie jetzt wieder offen. Trotz sichtlicher Bemühungen mochten auch die vier frisch hereingeworfenen SCP-Kräfte am Spielausgang nicht mehr zu rütteln.

„Wir fangen zu einfache Gegentore, während das Spiel vor sich hinplätschert“, sah Daniele Sanso den Bedarf, das eigene Defensivgefüge stärker zu festigen. „So müssen wir uns mit dem 1:1 zufriedengeben, auch wenn das Unentschieden gerecht ist. Unser traumhafter Ausgleich war auch so gewollt!“

SC Pfullendorf: Trost – Sigel (59. T. Konrad), Franca, J. Konrad, Török – Fritz – Seminara, Schlegel (59. Stehle), Behr, Bühler (87. Koller) – Babic (72. Straub). – Tore: 1:0 (24.) Babic, 1:1 (63.) Gehring. – SR: Hamidi (Rastatt). – Z: 150.

Jürgen Witt, Südkurier