U 21 des SC Pfullendorf kriegt Türkischen SV Konstanz nicht in Griff
Frühe Führung der Linzgauer geht nach der Pause gegen spielerisch dominante Gäste wieder verloren, die im Abstiegskampf am Ende mit 3:2 gewinnen.
Fußball, Bezirksliga: SC Pfullendorf U21 – Türk. SV Konstanz 2:3 (1:0). – Gleich zu Beginn führte eine gelungene Ballstafette der SCP-Fohlen über Simon Petrus und Marlon Thiel Gomez zum Führungstor, Marco Müller lochte mühelos beim Einstand auf Stadionrasen zum 1:0 ein. Weil sich der Sportclub danach vorwiegend auf seine Defensivarbeit fokussierte, waren die Konstanzer Türken klar feldbestimmend, doch in Strafraumnähe war für sie zumeist Endstation.
Türk. SV Konstanz mit noch mehr Schwung zum gefeierten Auswärtsdreier
Mit noch mehr Schwung suchten die Gäste nach Wiederanpfiff den Weg nach vorne. Bei einer Eckballeingabe von Manuel Ferrone langte der ansonsten tadellose SCP-Schlussmann Till Graf daneben, Fabian Möhrle war parat und versenkte das Leder zum 1:1. Nicht im Bilde war Pfullendorfs Deckung auch beim zweiten Gegentor, Abdoul Karim Issa Konate durfte die Vorlage von Mehmet Ögrüc unbehelligt einköpfen. Danach rappelten sich die Einheimischen über fünf Einwechslungen wieder auf, SC-Kapitän Marcel Kille egalisierte per strammen 20-Meter-Schuss zum 2:2. Doch die Konstanzer Antwort folgte postwendend im Gegenzug: Jack Mbemba traf kunstvoll aus der Distanz zum 2:3 und sackte somit den von den Gästen frenetisch gefeierten Auswärtsdreier ein.
Tore: 1:0 (5.) Müller, 1:1 (47.) Möhrle, 1:2 (63.) Konate, 2:2 (86.) Kille, 2:3 (87.) Mbemba. – SR: Staiger (Haisterkirch). – Z: 30.
Trainerstimmen:
Nunzio Pastore, Trainer des SC Pfullendorf II, sah einen „Tick unglücklichen“ Spielausgang: „Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen. Wir wollten nach dem schnellen 1:0 nicht mehr so hoch anlaufen, kriegen aber zwei vermeidbare Gegentore, waren dabei komplett ungeordnet, das dritte war schön gemacht. Ja, wir sind noch nicht durch, müssen weitermachen!“
Shkelzen Kelmendi, Trainer des Türkischen SV Konstanz, der sehr emotional die Partie verfolgte, meinte: „Hier hat nur eine Mannschaft Fußball gespielt. Dafür sind wir hinten heraus auch belohnt worden. Wir haben nur noch Endspiele und werfen dafür alles hinein. Wir wollen es uns beweisen und der Liga zeigen, dass wir dazu gehören!“
Jürgen Witt, Südkurier




