SCP nimmt souverän erste Auswärtshürde bei der SpVgg Gundelfingen/Wildtal

SC Pfullendorf nimmt souverän erste Auswärtshürde bei der SpVgg Gundelfingen/Wildtal

Spielerische Überlegenheit und Offensivstärke der Linzgauer führt zum 3:1-Sieg beim Klassenneuling aus dem Breisgau, dem nur ein Gegentor aus dem Nichts gelingt.

Fußball, Verbandsliga: SpVgg Gundelfingen/Wildtal – SC Pfullendorf 1:3 (1:1). – Besser hätten sich die Pfullendorfer ihren ersten saisonalen Auswärtsauftritt kaum ausmalen können. Während sie in den Jahren zuvor bei einem Aufsteiger regelmäßig als Verlierer vom Platz gingen, zwangen sie den Neuankömmling aus dem Breisgau nach 70 Minuten hochverdient in die Knie.

SC Pfullendorf mit „unfassbaren vielen Torchancen“

Ausschlaggebend war für Trainer Alexander Eberhart die spielerische Überlegenheit mit extrem viel Ballbesitz. „Wir hatten unfassbar viele Torchancen“, sagte der SCP-Coach, bei dem seinen Offensivkräften das Schussglück zunächst nicht hold war. Marco Straub scheiterte im Eins-gegen-eins gegen den Torsteher, seinen nächsten Schuss klärte der Gegner auf der Torlinie. Der Treffer des sich von hinten heranpirschenden Janik Moser fand wegen angeblichen Abseits keine Anerkennung. Erst als Yannick Slawig über die rechte Flanke nach innen in den Sechzehner zog, gelang dem jungen Mann mit Perspektivpotenzial der Führungstreffer. Doch drei Minuten später stand es nach einem Freistoß aus dem Halbfeld plötzlich 1:1 durch Fynn Stahlhut aus dem Nichts. „Der Klassiker, deren erster Schuss landet im Tor“, bemerkte Eberhart. Seine Mannschaft habe sich dennoch nicht aus dem Konzept bringen lassen.

Trotz Ausgleich wie aus dem Nichts setzt SCP sein Offensivspiel fort

Der SCP setzte im zweiten Durchgang sein Offensivspiel fort und wurde dieses Mal belohnt. Debütant Doli Dialundama war über die linke Seite nach innen gezogen und hatte seine Aktion mit einem strammen, leicht abgefälschten Schuss aus 20 Metern erfolgreich zum 2:1 abgeschlossen. Nach 69 Minuten wurde Torjäger Marco Straub durch einen langen Chipball von Abwehrchef Jan Konrad bedient, dessen Schuss vom Gundelfinger Schlussmann zwar abgewehrt wurde, aber durch den heftigen Drall sprabng das Leder auf und flog ins Tor. Die Partie war entschieden. Die Linzgauer hätten noch die eine oder andere Kontermöglichkeit ausspielen können gegen einen Gegner, der nur in Standardsituationen seine Gefährlichkeit untermauerte. „Wir sind zufrieden mit unserem Auftritt“, freute sich Alexander Eberhart über die gute Stimmung im Team nach 95‑minütiger Spielzeit.

SC Pfullendorf: Ritzler – Moser, Klein, Konrad, Bühler – Fritz, Behr (90.+3 A. Franca) – Slawig (66. Stehle), Zimmerer (85. B. Franca), Dialundama (90. Sigel) – Straub (80. Cheick Oumar). – Tore: 0:1 (29.) Slawig, 1:1 (32.) Stahlhut, 1:2 (58.) Dialundama, 1:3 (69.) Straub. – SR: Zygan (Malsch).

Jürgen Witt, Südkurier