SCP muss sich zum Saisonstart gegen den SV Linx mit gerechtem 1:1 begnügen

SC Pfullendorf muss sich zum Saisonstart gegen den SV Linx mit gerechtem 1:1 begnügen

Beim schwungvollen Beginn verpassen die Linzgauer eine höhere Torausbeute, ballstarke Linxer beeindrucken mit ihrer gezeigten Offensivpower beim Ausgleich.

Fußball, Verbandsliga: SC Pfullendorf – SV Linx 1:1 (1:0). – „Mit dem einen Punkt können wir leben“, sprach Pfullendorfs Coach Alexander Eberhart zum Saisoneinstand von einem gerechten Spielausgang in einer ansprechenden Partie. Seine Elf trug Trauerflor wegen des verstorbenen Ex-Spielers und Funktionärs Marko Barlecaj und legte nach der Schweigeminute los wie die Feuerwehr. Früh wurde der Gegner attackiert und nach Balleroberungen sofort der Vorwärtsgang eingelegt. Schwungvoll gelang das Blitztor nach sieben Minuten: David Fritz legte den Ball direkt in den Lauf von Leandro Stehle, der fulminant zum 1:0 vollendete. Gleich darauf besaß Kapitän Heiko Behr nach Zuspiel von Marco Straub die nächste gute Gelegenheit zum 2:0, er jagte aber das Spielgerät über das Linxer Gehäuse. Auch beim Konterschlag in der 36. Minute über Marcel Klein war wieder Behr am Ball, der haarscharf am langen Pfosten vorbeiflog.

Nach 20 Minuten Pfullendorfer Feuerwehrfußball setzt Linx Gegengewichte

Nach 20 Minuten hatten sich die Linxer allerdings gefangen und setzten ihrerseits mehr Gegengewichte. So musste Maximilian Ritzler gegen Abdelkader Mokhtefi höllisch auf der Hut sein. Kurz vor dem Pausenpfiff kam Gabriel Springmann frei zum Schuss, den SCP-Abwehrchef Jan Konrad gerade noch abzulenken vermochte. „Das Pendel hat sich im Laufe des Spiels auf die andere Seite geschlagen“, beschrieb Alexander Eberhart die Trendwende. Tatsächlich wurde der Offensivdruck der ballgewandten Ortenauer nach Seitenwechsel immer stärker. So wuselte David Assenmacher durch die Pfullendorfer Abwehrreihe und hatte sogar den Tormann bereits ausgespielt, ehe dem dazwischenfunkenden David Fritz in höchster Not die Flurbereinigung gelang.

Waghalsiger Torhüter Ritzler kann Ausgleich nicht verhindern

Die Situation nicht zu retten vermochte Ritzler beim Ausgleich nach 59 Minuten: Waghalsig aus dem Tor herausgestürzt, überlistete ihn Tim Keck nach mustergültigem Zuspiel von Numan Abdullah Ozcakal. Gleichwohl hätte der SCP in Lauerstellung noch den einen oder anderen Nadelstich im Gegenschlag setzen können. Zweimal scheiterte Straub am Linxer Torsteher Esteban Jean Camilleri, sein Flankengeber Alessio Seminara war nach jener Szene unglücklich umknickt und schied verletzt aus.

„Wir waren die ersten 20 Minuten noch im Bus, haben dann aber nach vorn gepresst und Pfullendorf in Schwierigkeiten gebracht. Das 1:1 war überragend. Die zweite Halbzeit ging komplett an uns“, merkte der Linxer Spielertrainer Sinan Gülsoy nach Spielschluss an und zollte beiden Teams allergrößten Respekt für die hohe Intensität im saisonalen Auftaktspiel bei dieser Bruthitze.

Jürgen Witt, Südkurier