U 21 des SC Pfullendorf bietet dem SV Deggenhausertal stark Paroli, verliert aber am Ende mit 1:2
Der Spitzenreiter kommt erst im zweiten Durchgang auf Touren, Deggenhausertals Spielertrainer Sascha Rilli köpft kurz vor Ultimo den Siegtreffer ein.
Fußball, Bezirksliga: SC Pfullendorf II – SV Deggenhausertal 1:2 (1:0). – Mit Elan, voller Leidenschaft und Willenskraft eröffneten die SCP-Fohlen die flotte Partie. Sie verdienten sich ihre Pausenführung durch den am Sechzehner freigespielten Marco Müller, von Elias-Emil Holtkamp mustergültig bedient. Sebastian Kästle vergab in aussichtsreicher Position das mögliche 2:0. Der Spitzenreiter aus Deggenhausertal kam erst gegen Ende der ersten Hälfte stärker auf. Nico Hübschle köpfte die dickste Chance dem SCP-Schlussmann Joshua Eggerstorfer direkt in fangbereite Arme.
Der SCP blieb zwar auch im zweiten Durchgang um Entlastung bemüht. Doch lediglich Gianluca Werner forderte dem SVD-Keeper Jonas Bodenmüller eine Parade ab. Dafür wurden die Gäste in ihren Offensivaktionen immer präsenter. Die Lücke im Pfullendorfer Abwehrverbund fand Vincent Trübenbacher unbemerkt nach leicht abgefälschtem Freistoß von David Endres und traf zum 1:1. Beim nun folgenden Schlagabtausch häuften sich turbulente Szenen vor dem Pfullendorfer Gehäuse, die Gäste jubelten in den letzten Sekunden der Nachspielzeit: Endres verlängerte einen Eckball zum eingewechselten Spielertrainer Sascha Rilli, dessen platzierter Kopfstoß fulminant zum 1:2-Auswärtssieg einschlug. (jüw)
Tore: 1:0 (34.) Müller, 1:1 (59.) Trübenbacher, 1:2 (90.+5) Rilli. – SR: Warken (Meßkirch). – Z: 90. – Bes. Vorkomn: Gelb-Rot für Miller/SCP (90.+3).
Trainerstimmen
Pfullendorfs Coach Nunzio Pastore war sehr zufrieden mit dem Auftreten seiner jungen Schützlinge, ärgerte sich jedoch umso mehr über die Schiedsrichterleistung: „Die Jungs haben ein Superspiel gemacht, eine tolle Einstellung gezeigt. Doch es gab zu viele Entscheidungen gegen uns, durch die wir am Ende dermaßen bestraft wurden. Das tut weh. Wie beim unberechtigten Freistoß zum 1:1 oder dem nicht geahndeten Abseits, woraus eine Eckballentscheidung resultiert, die zum 1:2 führt. So etwas gibt es nirgends!“
Sascha Rilli, Deggenhausertals Spielertrainer und gefeierter Siegtorschütze, räumte ein: „Die erste Halbzeit war nicht gut von uns. Pfullendorf hat das aber auch stark gemacht mit Tempo und guter Ballführung. Doch wir wollten unbedingt den Sieg. Schön, das es am Ende doch noch geklappt hat. Aber wir bleiben bei uns, auch die restlichen Spiele sind alles schwere Aufgaben!“
Jürgen Witt, Südkurier




