SCP schlittert ins Heimdesaster gegen SF Elzach-Yach

SC Pfullendorf schlittert ins Heimdesaster gegen SF Elzach-Yach

Nach früher 1:0-Führung läuft bei den Linzgauern nichts mehr zusammen. Elzach macht sich das zunutze und feiert beim 5:1-Kantersieg seinen ersten Auswärtsdreier.

Fußball, Verbandsliga: SC Pfullendorf – SF Elzach-Yach 1:5 (1:4). – „Von einem Tag zum Vergessen“ sprach Pfullendorfs Coach Miro Topalusic nach dem unerwarteten Heimdebakel, das sich in der Anfangsphase überhaupt nicht anzubahnen schien. Seine Elf war früh durch Torjäger Jan Babic in Führung gegangen, der den von Alessio Seminara zurückgelegten Ball knackig ins kurze Eck pfefferte. Doch wer nun beim SCP von einem Selbstläufer träumte, sah sich schnell getäuscht: Jonas Schmieder durfte den langen Flankenball von David Trenkle ungestört zum 1:1 ins lange Eck köpfen. Auch die zweite Möglichkeit der Gäste war drin. Wiederum war es Schmieder, der Trenkles Eckballeingabe per Fuß zum 1:2 ummünzte.

Das zweite Gegentor zeigte Wirkung beim SC Pfullendorf

Das zweite Gegentor zeigte Wirkung bei den Pfullendorfern, nichts lief mehr zusammen. Die gefährlichen Außenbahnspieler der Breisgauer schienen immer einen Tick schneller zu sein. Und während Elzachs Abwehrmann Max Winterhalter einen Schuss von Seminara abblockte, war es im Gegenzug die SCP-Abwehr, die für Janis Meier unfreiwillige Schützenhilfe leistete, aus der Drehung lochte er zum 1:3 ein. Kurz vor dem Pausenpfiff ließen sich die Linzgauer abermals klassisch durch Claudius Bührer auskontern, der uneinholbar auf 1:4 erhöhte. „Keine Zuordnung, keine Laufwege. Wir haben alles vermissen lassen, was Fußball ausmacht“, fasste Topalusic das Halbzeit-Dilemma zusammen.

SCP hat beim 1:4 zur Pause alles vermissen lassen, was Fußball ausmacht

Gewiss versuchten die Pfullendorfer danach in offensiver Dominanz alles, fanden aber in Strafraumnähe der Elzacher kein probates Mittel, um die gegnerische Abwehr aus den Angeln heben zu können. Da waren deren Konterschläge weitaus gefährlicher. Ein Missverständnis zwischen Janik Moser und Ben Franca machte sich Janis Meier geistegegenwärtig zu eigen, das Leder schlug aus 20 Metern zum 1:5 unter der Latte ein.

Elzach-Yach freut sich über den allerersten Auswärtssieg

So durften sich am Ende die Elzacher über ihren allerersten Auswärtssieg freuen. SF-Coach Kevin Maier unterstrich die Wichtigkeit des Erfolges im Abstiegskampf: „Nach Anlaufschwierigkeiten haben wir gut ins Spiel gefunden und mit dem Doppelschlag die Partie gedreht und ein Drei-Tore-Vorsprung herausgeholt. Danach fand ich es ein gutes Spiel von beiden Seiten. Wir haben dabei eine konsequente Abwehrleistung gezeigt und hätten über unser schnelles Umschaltspiel sogar noch höher gewinnen können!“ (jüw)

SC Pfullendorf: Trost – Moser (79. Sigel), Franca, Fritz, Török – Behr – Seminara (63. Binder), Stehle, Bühler (52. Schlegel), T. Konrad – Babic (63. Koller). – Tore: 1:0 (9.) Babic, 1:1 (14.) Schmieder, 1:2 (20.) Schmieder, 1:3 (27.) Meier, 1:4 (42.) C. Bührer, 1:5 (55.) Meier. – SR: Mera-Linz (Schopfheim). – Z: 190.

Jürgen Witt, Südkurier