SCP unterliegt nach seiner Aufholjagd in der Schlussphase dem VfR Hausen mit 2:3

SC Pfullendorf unterliegt nach seiner Aufholjagd in der Schlussphase dem VfR Hausen mit 2:3

Breisgauer wirken abgezockter und ihr Torjäger Berisha ist bei den ersten zwei Gegentoren nicht zu halten. Der SCP verpasst mögliches 3:3 in der Nachspielzeit.

Fußball, Verbandsliga: SC Pfullendorf – VfR Hausen 2:3 (0:2). – „Buchstäbliches Pech“ reklamierte Pfullendorfs Trainer Alexander Eberhart, nachdem seine Elf gegen abgezockte Breisgauer nach erfolgreicher Aufholjagd noch den finalen Tiefschlag bekommen hatte. Mit einem Paukenschlag eröffnete der VfR Hausen die Partie. Mit dem Spielanpfiff schnappte sich Ergi Alihoxha den Ball, passte zu Yannick Häringer und der von ihm bediente Torjäger Shqipon Berisha brachte nach 24 Sekunden seine Farben in Front. Die Überrumpelung war perfekt, die sich giftig in den Zweikämpfen behauptenden, cleveren Gäste blieben mit ihren langen Bällen stets gefährlich. Der SCP versuchte in der Folgezeit, besser ins Spiel zu kommen. Nach einer Viertelstunde besaß Nick Zimmerer freie Schussbahn. Seinen Abschluss parierte VfR-Keeper Oliver Gümpel ebenso wie die Riesenchance von Janik Moser nach 25 Minuten. Im schnellen Gegenzug war dann wieder Berisha parat und schloss zur verdienten 0:2-Pausenführung ab.

Shqipon Berisha produzierte Stress in der SCP-Abwehr

Mit Beginn des zweiten Abschnitts produzierte Berisha im Doppelpass mit Ali Ibrahim abermals Stress, SCP-Abwehrchef Jan Konrad klärte in höchster Not. Aller Ehren wert hielt es der SCP-Coach, wie sich seine Elf zurückkämpfte. Zu ihrem Ärger blieb ein elfmeterreifes Foul an Slawig nach 53 Minuten ungeahndet. Nach 65 Minuten war es aber so weit: David Fritz servierte einen Eckball zu Marco Straub, der fulminant das 1:2 in den Winkel köpfte. Gleich darauf holte Alessio Seminara einen Freistoß auf halbrechts heraus und servierte ihn zentral in die Mitte, wo Zimmerer eiskalt draufhielt – mit dem 2:2-Ausgleich lag das Momentum erstmals auf Pfullendorfer Seite, die nun auch ihre letzte offensive Neuerwerbung, Duc Jazet Momo, ins Rennen schickte.

Hausener Gegenstöße sorgten für erhöhten Blutdruck

Andererseits sorgten die Gegenstöße der Gäste wieder für erhöhten Blutdruck. Die SCP-Abwehr vermochte die Eingabe von Erdem Bayram nach 87 Minuten nicht zu klären. Seminara köpfte das Leder unglücklich Leandro Einecker vor die Füße, der aus der Drehung das 3:2-Siegtor markierte. Der sich aufbäumende SCP meldete sich in der Nachspielzeit zu Wort. Slawigs Flankenball bediente Leandro Stehle, der aus der Nahdistanz per Kopf nur die Latte traf.

Trotz Energie und Leidenschaft – zum Teilerfolg reichte es nicht

„Davon lassen wir uns nicht unterkriegen“, lobte Eberhart die gezeigte Energie und Leidenschaft seiner Elf, die mit dem Anschlusstor ihre zweite Luft bekam. Einen „verdienten Sieg“ bilanzierte Hausens Trainer Erich Sautner, der seine Elf bis zur Pause spielbestimmend sah, die danach etwas den Faden verloren, dann aber Mentalität gezeigt hätte. Herausragend: Shqipon Berisha mit seinen technischen Finessen, er sei der beste Stürmer der Liga. Und: „Wir sind jetzt absolut im Soll!“ (jüw)

SC Pfullendorf: Ritzler – Moser (46. Seminara), Klein (88. B. Franca), Konrad, Bühler (90. Sigel) – Fritz, Behr – Slawig, Zimmerer, Dialundama (46. Stehle) – Straub (78. Momo). – Tore: 0:1 (1.) Berisha, 0:2 (25.) Berisha, 1:2 (65.) Straub, 2:2 (69.) Zimmerer, 2:3 (87.) Einecker. – SR: Holub (Weil a. Rh.). – Z: 170.

Jürgen Witt, Südkurier