SC Pfullendorf gibt zum Saisonkehraus in Kuppenheim eine gute Vorstellung ab, verliert aber mit 2:4
SCP-Assistenztrainer Joe Hatzing bedauert das Abschlusspech seiner Offensivkräfte, hadert aber auch mit fragwürdigen Entscheidungen bei zwei Gegentoren.
Fußball, Verbandsliga: SV Kuppenheim – SC Pfullendorf 4:2 (3:1). – Der SC Pfullendorf ist bei seiner letzten saisonalen Vorstellung im Minustrend der letzten Spiele geblieben. Allerdings machte Pfullendorfs Assistenztrainer Joe Hatzing in seiner Nachanalyse buchstäbliches Pech und zwei fragwürdige Gegentore für den Spielausgang verantwortlich. Seine Elf startete klar überlegen in die Partie, der freigespielte Jan Babic vergab jedoch die dicke Chance zum Führungstor. Das fiel dafür nach einem Abspielfehler auf der Gegenseite, Simon Vögele schloss einen Kuppenheimer Konterschlag zum 1:0 ab. Am Anspielpunkt eroberten sich die Mittelbadener abermals den Ball, Abwehrmann Raphael Siegel lenkte ihn beim Klärungsversuch gegen die Querlatte, Jan Konrad versuchte per Fallrückzieher zu klären, doch der Unparteiische sah ihn beim Gerangel bereits hinter der Torlinie und wertete das 2:0 als Eigentor, fälschlicherweise. Fortan verharrte der Gegner nur noch in Lauerstellung, Emmanuele Giardini profitierte von einem Pfullendorfer Ballverlust in der hinteren Mittelachse – das 3:0. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde Babic im Strafraum zu Fall gebracht, den Strafstoß verwandelte er sicher zum 3:1-Pausenstand.
Fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters
Daraus schöpften die Linzgauer frischen Elan. Tim Konrad „vernaschte“ seinen Gegenspieler und verkürzte nach feiner Einzelleistung auf 2:3. Ein kniffliges, ja unlösbares Rätsel war für Hatzing, dass der Unparteiische trotz längst sauber geklärter Situation den Kuppenheimern einen „unberechtigten“ Strafstoß zusprach, der zum 4:2 durch Giardini führte. Doch selbst davon ließ sich der SCP nicht unterkriegen, ihm boten sich Riesenmöglichkeiten zum 4:4 – wobei der junge Erik Baier den Außenpfosten traf, bei Kapitän Heiko Behr und Tim Konrad vereitelten die grandiosen Reflexe von Maxim Wirt im SVK-Tor einen Einschlag.
Miroslav Topalusic war nicht mitgereist
Nicht mitgereist war Trainer Miro Topalusic, der noch am Freitagabend das Training geleitet hatte. Sein Assistent nannte dafür private Hinderungsgründe. Wie es weitergeht, bleibt in der Schwebe. Auch die Geschäftsführung des Vereins ließ vernehmen, wie unpassend das Staubaufwirbeln über spekulative Personalwechsel für sie gewesen sei. In Ruhe will man die Dinge aufarbeiten. Fakt sei, dass sich aktuell erst drei Nachfolgevereine gemeldet haben: nämlich der SV Deggenhausertal wegen Torsteher Erik Mutter, der zum Abschluss in Kuppenheim seine dritte Verbandsligapartie absolvierte, sowie der FV Möhringen wegen Abwehrmann Patrick Renner und der FC Uhldingen wegen Mittelfeldspieler Emre Mersinlioglu.
SC Pfullendorf: Mutter – Sigel, Fritz, J. Konrad, Török – Seminara – Koller, Behr, Stehle (64. Baier), T. Konrad – Babic. – Tore: 1:0 (20.) Vögele, 2:0 (22.) Richardson, 3:0 (43.) Giardini, 3:1 (45./FE) Babic, 3:2 (53.) T. Konrad, 4:2 (70./FE) Giardini. – SR: Franke (Oberharmersbach).
Jürgen Witt, Südkurier




