SCP zeigt viel Offensivgeist und bezwingt abstiegsbedrohte Gäste aus Niederschopfheim

SC Pfullendorf zeigt viel Offensivgeist und bezwingt abstiegsbedrohte Gäste aus Niederschopfheim.

Beim verdienten 3:1-Heimerfolg bringt lediglich der Fernschuss zum Gegentor die Elf von Miro Topalusic kurzzeitig aus der Balance.

Fußball, Verbandsliga: SC Pfullendorf – SV Niederschopfheim 3:1 (1:0). – Von Anbeginn riss der SC Pfullendorf die Initiative an sich und lief gegen den tief gestaffelten Abwehrblock des abstiegsbedrohten Gegners an. Dabei ließen die Linzgauer einige gute Möglichkeiten liegen, Gästeschlussmann Sinan Süme war stets auf Ballhöhe. Auch der Alleingang von Jan Babic fruchtete nichts, statt direkt abzuziehen, wählte er den Querpass und erwischte damit den falschen Adressaten. Erst als der in den Strafraum eindringende Tim Konrad von Noah Schaub abgeräumt wurde, folgte kurz vor der Pause der Brustlöser durch Babics souverän verwandelten Strafstoß zum 1:0.

Gleich nach Wiederbeginn trickste Babic seinen Gegenspieler bei kurzer Drehung aus und ließ mit sattem Schuss das 2:0 folgen. Dann aber bemerkte Gäste-Angreifer Luis Leidinger den zu weit vor dem SCP-Tor postierten Nino Trost, sein Ball flog wie ein Strahl aus 25 Metern zum Anschlusstor ins Netz. Das bremste den Spielfluss der Einheimischen, der Gegner schöpfte frischen Mut. Doch im sich nun entwickelnden Schlagabtausch sorgte David Fritz für das bessere Ende seiner Rot-Weißen, er jagte das Leder aus 18 Metern zum 3:1 in die Maschen. Auf der Gegenseite erzeugte nochmals Leidinger Alarm, ein mögliches 2:3 vereitelte SCP-Abwehrmann Ben Franca auf der Torlinie.

„Gestört hat mich nur das Gegentor, da ist die junge Truppe nervös geworden. Aber die offensiven Ansätze waren gut und das Kreieren von Lösungen gegen den tiefstehenden Gegner ist nicht einfach“, zog Sportclub-Trainer Miro Topalusic sein hochzufriedenes Resümee. Der sechste Heimsieg sei ein „großer Schritt nach vorn“. Auch die Hereinnahme von Kapitän Heiko Behr habe die nötige Ruhe ins Team gebracht. Niederschopfheims Coach Jan Herdrich sprach unterm Strich von einer verdienten Niederlage: „Wir haben in der ersten Halbzeit mit Ball gar nicht stattgefunden, kriegen aus dem Nichts das erste Gegentor. Erst nach unserem Anschlusstreffer gab es Kleinigkeiten, die wir auf unsere Seite hätten bringen müssen. Aber wir müssen schon realistisch sein: Eigentlich hätten wir in Pfullendorf gewinnen müssen. So ist es bei zehn Punkten bis zum sicheren ersten Nichtabstiegsplatz schon sehr eng!“

SC Pfullendorf: Trost – Sigel (46. Behr), Franca, J. Konrad, Bühler – Fritz, Seminara, Stehle (81. Barlecaj), Schlegel (66. Török), T. Konrad (85. Binder) – Babic (89. Koller). – Tore: 1:0 (43./FE) Babic, 2:0 (48.) Babic, 2:1 (54.) Leidinger, 3:1 (62.) Fritz. – SR: Morat (Villingen). – Z: 180.

Jürgen Witt, Südkurier