SCP zahlt in Bühlertal viel Lehrgeld

SC Pfullendorf zahlt in Bühlertal viel Lehrgeld

Eigene Fehler im Spielaufbau begünstigen den Ligavierten bei den drei Gegentoren, die SCP-Trainer Miro Topalusic jeweils als Geschenke bezeichnet.

Fußball, Verbandsliga: SV Bühlertal – SC Pfullendorf 3:0 (2:0). – „Wir haben viel Lehrgeld bezahlt“, brachte Pfullendorfs Coach Miro Topalusic die „enttäuschende“ Pleite nach langer Auswärtsfahrt (165 Kilometer) auf den Punkt. Vor allem die seiner jungen Equipe unterlaufenen Fehler im Spielaufbau wurden zum Rohrkrepierer. So beim Führungstor der Bühlertaler nach einer halben Stunde, als der Ball beim Abwehrversuch nicht getroffen wurde, Paul Schopf bedankte sich als eiskalter Nutznießer. Beim zweiten Gegentor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sei man im Abwehrverhalten die Laufwege nicht mitgegangen und Torsteher Nini Trost war durch sich kreuzende Spieler die Sicht versperrt – das von halblinks getretene Leder von Sören Acker schlug auf kuriose Weise direkt im Pfullendorfer Gehäuse ein. Auch das 0:3 resultierte aus einem Schnitzer im Spielaufbau, bei dem Nikolai Graumann aus 20 Metern ein Zuspiel verwertete. „Im Grunde waren alle drei Tore geschenkt“, zog Topalusic sein Resümee aus diesem Manko.

SC Pfullendorf spielt passabel mit, vor dem Tor fehlten aber die zündenden Ideen

Dabei hatte seine Elf passabel mitgespielt und zeitweise sogar die Regie geführt. Es mangelte jedoch seinen Offensivkräften etwa 20 Meter vor dem Bühlertaler Kasten an zündenden Ideen, die Bemühungen waren zu zaghaft, um die Mittelbadener ernsthaft gefährden zu können. Topalusic vermochte keine einzige echte Torchance des Sportclubs zu nennen. Demzufolge sah er den Sieg des Ligavierten zum Schluss auch als verdient an: „Sie haben es einfach cleverer gemacht!“ 

SC Pfullendorf: Trost – Moser (40. Stehle), Franca, J. Konrad, Bühler (73. Petrus) – Fritz – Seminara, Sigel (83. Fiolka), Schlegel (62. Binder), T. Konrad (62. Török) – Babic. – Tore: 1:0 (31.) Schopf, 2:0 (45.+2.) Acker, 3:0 (58.) Graumann. – SR: Baumer (Offenburg).

Jürgen Witt, Südkurier